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Mädchenschule geht auf die Überholspur

 „Back to the roots“ – Arnold Fischedick, der neue Schulleiter der Marienschule seit Beginn dieses Schuljahres, fühlt sich hier wieder wie zu Hause. An seine Zeit, in der er als Student hier Unterricht erteilte, erinnerte er sich immer gern. Trotz der lebhaften Erinnerungen an die damalige Tätigkeit überrascht ihn heute wieder die eigene Chemie des Mädchengymnasiums so sehr, dass er diese mit ihren Besonderheiten weiter ausbauen möchte. Die Mädchenschule gehrt auf die Überholspur und versucht mit neuen Projekten ihren Schülerinnen noch mehr Dinge zu ermöglichen als bisher. Neben der traditionell  bekannten Bilingualität setzt die Marienschule nun auch auf einen Musikzweig. „Musik macht schlau“, betont Arnold Fischedick. „Der Musikzweig hat den Vorteil, dass der Unterrichtsinhalt nebenbei einfließt, was hohe Motivation und Selbstbewusstsein für die Schülerinnen bringt.“ Ganz kostenlos ist die besondere Spezialisierung jedoch nicht. 15000€ muss die Schule aufbringen, um die Blechblasinstrumente zu finanzieren. „Die Eltern leasen die Instrumente incl. Unterrichtsstunden an der Musikschule Nienberge für 39€ im Monat“, erklärt der Schulleiter. „Nach zwei Jahren können die Kinder die Instrumente übernehmen und uns ist es möglich das Darlehen durch die Leasingraten an den Schulträger zurückzuzahlen. Der bilinguale Unterricht ist hingegen kostenlos und bietet mehr Raum für die Sprache. Englisch sei nicht nur Unterrichtsfach, sondern ein richtiges Kommunikationsfach, in dem man lerne, englisch zu denken. Die stark variierenden Angebote sind mit der Schulmoral zu erklären, da sich das Kollegium bewusst ist, dass die Schule ein Stück Lebensraum ist, in dem die Kinder immer mehr Zeit verbringen müssen. Aus diesem Grund sehen sich die Verantwortlichen dazu verpflichtet, den Schülerinnen die Möglichkeit auf Entfaltung jeder Einzelnen zu ermöglichen. Geplant ist auch eine stärkere Förderung in den naturwissenschaftlichen Fächern. „Es ist nur ein Vorurteil, dass Mädchen weniger interessiert an den Naturwissenschaften sind als Jungen“, erklärt der 51-jährige, der zehn Jahre stellvertretender Schulleiter auf einer gemischten Schule war und die Unterschiede zwischen dem Lern- und Präsentationsverhalten der Jungs und Mädchen kennt.
„Ich selbst würde gerne etwas wie „Jugend forscht“ bei dem 13+ Programm anbieten, wenn es den kleinen Faktor Zeit nicht gäbe“, unterstreicht A. Fischedick seine Worte und lacht. 
Damit das Leben gelingt, beschreibt ein wesentliches Ziel der Schule und umfasst nicht nur schulische, sondern auch zwischenmenschliche Beziehungen, die es zu pflegen gilt, damit sich die Schülerinnen an dieser einzigartigen Schule Münsters individuell entfalten können und sich wohlfühlen.

copyright Nina B.



 
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