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  Kräfte
 

Spielen und Kräfte messen 

Aus dem kleinen Welpen Toffee ist ein wilder Junghund geworden, der genau weiß was er will. Meistens möchte Toffee spielen. Und wer eignet sich da besser als die beiden Katzen Gismo und Lady? Seitdem sie eingezogen ist, sind schon mehrere Wochen vergangen und das Verhältnis zwischen dem Kater Gismo und Toffee wird immer besser. Die anfänglichen Startschwierigkeiten sind vergessen und nur all zu oft liegen die beiden dicht beieinander. Auf einen wedelnden Schwanz fällt Toffee schon lange nicht mehr rein. Außerdem weiß sie jetzt, dass sie mit dem Kater nicht zu wild spielen sollte, weil es dann schon mal was mit der Tatze gibt. Oft reicht es schon aus, wenn Gismo sich genüsslich streckt und sich mit seinem Köpfchen Richtung Erde neigt, während sein hinterer Teil in die Luft gestreckt wird. Gismo ahnt nicht, dass grade diese Geste die ultimative Spielaufforderung für Toffee ist. Glücklich springt Toffee daraufhin auf und bringt Gismo ihren blauen Ball, in der Hoffnung, dass Gismo mit ihr spielt. Da der Ball für den Kater viel zu groß ist, kann Gismo ihr den Gefallen nicht tun, selbst wenn er wollte. Also beginnt Toffee seinen Kameraden zu jagen. Richtig wild wird Toffee, wenn sie schließlich gejagt wird. Bis jetzt fühlt sich Gismo schnell eingeengt, immerhin ist Toffee schon um einiges größer als eine Katze und ist sehr ungestüm. Doch – Schwups – mit einem Satz springt Gismo dann auf einen Stuhl, was Toffee beigeistert versucht nachzuahmen. So kam es schon des öfteren vor, dass Toffee mit ihrem Oberkörper auf dem Stuhl liegt und dort stolz verharrt. Ärgern tut sie sich aber, wenn Gismo auf die Fensterbank springt. Keine Chance, da kann sie Gismo keine Gesellschaft leisten.

Als Dankeschön für das spärliche Spielen schleckt Toffee dann mit ihrer riesigen Zunge den kleinen Katzenkopf ab und legt sich wie ein richtiger Hütehund vor Gismo auf den Boden und passt auf ihn auf.

Wenn Gismo mal keine Lust hat, reicht auch der Katzenkratzbaum aus, für den Toffee ihre Leidenschaft entdeckt hat.

Wir Familienmitglieder müssen ihr nun zeigen, dass sie die unterste Stelle in „unserem Rudel“ einnimmt. Das kostet viel Kraft und Ausdauer, aber mittlerweile versteht sie es und die Machtkämpfe reduzieren sich langsam. Sie hört auf „Platz“ und „Sitz“ und gibt sogar schon Pfötchen. Jetzt muss sie das „bei Fuß“ lernen. Bei gewissen Hunderassen ist es nämlich Pflicht eine Prüfung zu machen, um zu beweisen, dass der Hund hört. Toffee wird diese Prüfung in etwa einem Jahr haben.

Bis dahin werden wir noch eine ganze Menge gemeinsam erleben, während Toffee ihre Jugend verlebt, weiter Kräfte misst, spielt und dazu lernt, bis sie zu einer stattlichen, erwachsenen Schäferhunddame heran gewachsen ist.

 

 

 Copyright by Nina B.

 

Erschienen im November

 

Gedruckte Version:


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